Vienna Film Commission

Mutter Teresa - Heilige der Dunkelheit

„Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt, dann Jesus bist du auch nicht wahr!“ schrieb Mutter Teresa in ihr Notizbuch.

Wie passen solche Sätze zum Bild der engagierten Missionarin, die ihre Arbeit stets als Auftrag Gottes empfunden hat? Zu dieser Frau im weißen Sari mit abgetragener Wollweste, die sich der Weltöffentlichkeit als „Dienerin ihres Herrn“ präsentierte. Sind es die Hilfeschreie einer körperlich und spirituell ausgebrannten Frau, die auf diese Weise ihr „Burn-out“ vor der Welt verbergen wollte oder sind es Erfahrungen, wie sie nur „mystisch begabte Christen“ haben?

Ihre intimen Bekenntnisse lassen Mutter Teresa nun in einem anderen Licht erscheinen. Denn die Frau, die für ihr Leben mit den Bettlern und Sterbenden in den Slums von Kalkutta weltweit Anerkennung erfahren hat, fühlte sich innerlich einsam und leer. Mehr als 40 Jahre lebte sie im Zustand der „Dunkelheit“, wie sie selbst ihre Gottferne nannte.

Ihre Lebensgeschichte erschüttert und provoziert gleichermaßen, berührt sie doch die Grundfragen der menschlichen Existenz: Warum müssen wir leiden? Und warum lässt Gott das zu? Fragen, die Mutter Teresa ein Leben lang quälten und an denen sie beinahe zerbrochen wäre. Trotzdem hat sie es nicht gewagt, sie öffentlich auszusprechen. In diesem Film werden sie gestellt.

Anlass zu diesem Portrait ist Mutter Teresas 100. Geburtstag am 27. August 2010.

Drehorte: Kalkutta, Wien, Rom, London
Dreh in Wien: 08.-12. März

Projektart
Dokumentation
Produktion
MR FILM Kurt Mrkwicka GesmbH in Koproduktion mit: ORF, ZDF und ARTE
Regie
Maria M. Koller
ProduzentInnen
Produzent / Herstellungsleitung: Andreas Kamm
Produktionsleitung
Irene Kainz
Aufnahmeleitung
David Steinbach
Kamera
Helmut Wimmer
Licht
Gernot Danninger
Ton
Roland Winkler
Kostüm
Elisabeth Witte
Maske
Roman Braunhofer
Szenenbild
Uta Wiegele
Drehstart
01.02.2010
Postproduktion Start
18.03.2010
Fertigstellung
01.09.2010