Vienna Film Commission

Meine Tochter, ihr Freund und ich (AT)

Um es kurz und knackig zu sagen: Wenn du ein Mann bist, stell dir vor du bist eine Frau – und wenn du eine Frau bist, stell dir vor, dass du deinen Mann mit deiner älteren Nachbarin im Himmelbett erwischst. Was machst du? Genau! Du ziehst die Konsequenzen und aus dem gemeinsamen Haushalt aus. Und zwar zu deiner Tochter Sandra, die davon allerdings wenig begeistert ist. Erstens, weil sie dir ihren 27 Jahre älteren Freund Hans noch nie vorgestellt hat und auch noch verschweigt, dass sie den Frauenromane schreibenden Hans auch noch in drei Wochen heiraten will. Wenn du dir das jetzt vorgestellt hast, dann weißt du ungefähr wie es der 49jährigen Iris Knecht geht. Weil, der passiert genau das. Aber damit fängt eigentlich erst alles an. Natürlich ist Iris nicht begeistert über den Altersunterschied zwischen Sandra und Hans und heißt die Beziehung auch nicht gut, was sich negativ auf das „Raumklima“ in der Wohnung auswirkt. Während Sandra auf ihre Mutter sauer und Iris natürlich aufgrund ihrer Trennung seelisch angeschlagen und nicht gerade pflegeleicht ist, genießt Hans die Kochkünste seiner zukünftigen Schwiegermutter, denn Sandra ist nett, aber von Kochen versteht sie weniger als nichts. Überhaupt findet Hans immer mehr gefallen an Iris. Sie im Gegenzug ist begeisterte Leserin seiner Romane und hilft im dabei Geschichten zu entwickeln – und zeigt sich durchaus talentiert... Tobias – Hans Sohn wohnt ein Stockwerk tiefer und wenn er nicht gerade Motorräder repariert, ist er heimlich in Sandra verliebt, die allerdings mit seinem Vater liiert ist. Alles sehr kompliziert! Vielleicht wäre das alles nicht so wild, würde Hans nicht anfangen, heimlich Dinge von Iris zu klauen um daran schnüffeln zu können. Oder wenn Tobias das Putzen des Herdes von Iris nicht mit einem Selbstmordversuch verwechselt hätte und sie darauf erstmal versehentlich KO schlägt um sie danach zu reanimieren? Tja... weil das aber alles passiert, verstricken sich die Geschichten unserer vier sympathischen, aber beziehungstechnisch unbegabten Personen immer heftiger ineinander. Iris findet Gefallen an Tobias und fährt mit ihm Motorrad, isst Sushi und auch Kekse, die eine ganz besondere Wirkung zeigen. Sandra versucht indes ihren Vater davon zu überzeugen, dass er Iris zurücknehmen soll, doch der denkt nicht im Traum daran und fährt mit der Nachbarin Margit auf eine Europareise. Tja und ehe man sich’s versieht ist Hans bis über beide Ohren in Iris verliebt, will die geplante Hochzeit mit Sandra „verschieben“, Sandra sucht daraufhin Trost... und eigentlich auch etwas mehr bei Tobias, der jedoch kann nichts mit Sandra anfangen, weil Iris zeitgleich gerade bei ihm ist und sich auf der Toilette vor ihrer Tochter versteckt. Als dann noch Hans auftaucht, der eifersüchtig Iris sucht – und seine Verlobte dabei ertappt wie sie halbnackt auf seinem Sohn Tobias liegt, ist der Karren ziemlich festgefahren. Sandra und Hans gestehen sich im Bett darauf insgeheim ein, dass ihre Beziehung gescheitert ist und Tobias und Iris? Naja... die wollen an und für sich zu Ende bringen, was sie vor Sandras und Hans Erscheinen angefangen haben... eine romantische Nacht. Doch beim ersten Kuss wird daraus ein Bandescheibenvorfall von Iris und die Nacht wird nicht romantisch, sondern ambulant... Eine Spritze in der Notaufnahme macht Iris wieder fit. Dumm nur, dass Iris’ Geschrei quer durch den Innenhof, welches natürlich der verrutschen Bandscheibe zu verdanken war, von Sandra und Hans als wilde Lustschreie interpretiert wurden. Die romantische Nacht war keine, Hans und Sandra sind grundlos eifersüchtig und Tobias küsst Iris zum Abschied nur noch auf die Wange... Am nächsten Tag entdeckt Sandra den Schrein von Hans mit all den Gegenständen von Iris (Schal, Lippenstift, ein Foto...) und ist natürlich schockiert – als auch noch der Priester klingelt und in diesem Beziehungsterrorkrieg ein Ehegespräch führen will, eskaliert die Situation: Rien ne va plus! Iris zieht in ihr altes Haus wieder ein und beginnt den Müll ihres Mannes aus dem Keller und Kopf zu bekommen und setzt sich an ihre Schreibmaschine und tippt den Roman „Meine Tochter, ihr Freund und ich...“ in die Tasten.

Ein Jahr später trifft Iris ihre Tochter bei der Signierstunde ihres erfolgreichen Romanes wieder. Sandra erzählt, sich von Hans getrennt zu haben und nun mit Tobias Imagefilme für Freerider zu machen... Eigentlich ein cooler Job und auch irgendwie altersgemäß... Man verabschiedet sich und Iris wird von Hans abgeholt. Beide gehen nach Hause und Iris verspricht ihm noch etwas zu kochen... Liebe geht also anscheinend doch durch den Magen!

Und was war’ jetzt nur in aller Kürze! Wenn ich euch sag, was da noch alles passiert... ihr würdet es nicht glauben... irre Verwechslungen, schlechte Rühreier, angebliche Schwangerschaften, Achselhaare – wo keine sein sollten, Motorradfahrten alleine und zu zweit, abgeleckte Deoroller, einzelne Würstchen, fliegende Fotos, die kürzeste Autoverfolgungsjagd der Filmgeschichte und und und...

DREHSTART VERSCHOBEN AUF ANFANG 2012

Projektart
TV-Film
Produktion
MR Film Kurt Mrkwicka Ges.mbH
Regie
Walter Weber
DarstellerInnen
t.b.a.
ProduzentInnen
Kurt Mrkwicka, Andreas Kamm, Oliver Auspitz
Produktionsleitung
Bernhard Schmatz, Gregor Schmalix
Aufnahmeleitung
Martina Hörlein
Drehbuch
Uli Brée, Gabriel Castaneda Senn
Kamera
Volker Tittel
Licht
Harald Wurmbrand
Szenenbild
Hans Jager
Schnitt
Bernhard Schmid