Vienna Film Commission

Karl der Grosse

„Karl der Große“ erweckt eine Herrscherfigur zum Leben, die als „Vater Europas“ ein Imperium schuf, dessen Spuren bis in die Gegenwart reichen. Was unter Karl dem Großen erkämpft und erfunden, gedacht und geglaubt wurde, bestimmt die europäische Gesellschaft und Kultur bis heute. Doch alles, was wir über das Leben Karls des Großen wissen, stützt sich auf Schriften seiner Hofberichterstatter, die den Kaiser verherrlichen sollten. Erst neue Forschungsansätze und moderne forensische Methoden bringen jetzt Details ans Tageslicht, die das Bild, das sich Generationen vom Frankenkaiser gemacht haben, revolutionieren. Sie zeugen von den dunklen Seiten eines Regenten, dessen Erfolge sich kompromiss-loser Brutalität und politischen Intrigen verdanken. Basierend auf den jüngsten Erkenntnissen erzählt „Karl der Große“ die Biographie des Frankenkaisers neu – so wie sie dem aktuellen Stand der Forschung entspricht. In einer Mischung aus historischer Spurensuche und aufwendigen Inszenierungen werden alle wichtigen Stationen seines Lebens aufgerollt. Dabei macht der Film deutlich, dass die politische Ebene seiner Regentschaft von der privaten nicht zu trennen ist. Immer wieder sind es Frauen aus Karls engstem Umfeld, die seine politischen Entscheidungen maßgeblich beeinflussen. Und neben den Frauen sind es männliche Rivalen, die Karls Herrschaft herausfordern.Der Film beginnt mit Karls Jugend und dem Kampf um die Thronfolge im Frankreich, den er gegen seinen Bruder Karlmann führt. Königin Bertrada versucht zwischen ihren zerstrittenen Söhnen zu vermitteln, da sie um das fränkische Imperium fürchtet. Zunächst scheint Karl auf den Versöhnungskurs der Mutter einzugehen, doch als Karlmann unter mysteriösen Umständen verstirbt, greift Karl nach der Alleinherrschaft in Europa. Rücksichtslos setzt er jetzt auf Krieg statt auf Diplomatie und beginnt einen Krieg gegen die Sachsen, der ihn 33 Jahre seines Lebens kosten wird. Mehr und mehr zeigt sich, dass Karls hochgerüstete Truppen der Guerillataktik der sächsischen Stämme nicht gewachsen sind. Als alle militärischen Mittel erfolglos bleiben, erkauft sich Karl die Gunst der Sachsen. Dieser Schachzug gibt ihm freie Hand, um eine Intrige gegen den Vatikan zu schmieden und die Kaiserkrone zu erringen. Damit ist er auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Doch trotz aller Vorkehrungen, die Karl für seine Nachfolge trifft, ist sein Imperium bereits dem Untergang geweiht. Mit seinem Tod zerfällt auch sein Reich…
Förderungen: Filmfonds Wien, Fernsehfonds Austria, Kultur Niederösterreich

Projektart
Dokumentation
Produktion
pre tv
Link
Regie
Gabriele Wengler, Regieassistenz: Sandra Papadopoulos
DarstellerInnen
Alexander Wüst, Peter Matic, Regina Fritsch, Yohanna Schwertfeger, Erich Altenkopf, Thomas Morris, Alma Hasun, Elisa Plüss, Martin Bermoser, Marlene Delbello
ProduzentInnen
Nikolaus Wisiak, Bernd Wilting
Drehbuch
Robert Krause, Christoph Weber
Kamera
Philipp Kaiser
Kostüm
Caterina Czepek
Maske
Helene Lang
Szenenbild
Conrad Reinhardt