Vienna Film Commission

DIE 727 TAGE OHNE KARAMO

In Die 727 Tage ohne Karamo geben 20 Paare, deren Liebe einer besonderen Bewährungsprobe ausgesetzt ist, Einblick in ihr Leben: Jeweils einer der Partner kommt nicht aus Europa, und die Liebenden sehen sich mit dem Fremdenrecht und dessen Auswirkungen konfrontiert. Regisseurin Anja Salomonowitz zeichnet eine Geschichte, wie sie viele Paare erleben, und ähnlich einem Staffellauf fügen sich die Momentaufnahmen Szene um Szene zu einer durchgehenden Erzählung. Ihre Gemeinsamkeit kann durch eine plötzliche Abschiebung jederzeit zuende sein. Jene Paare, deren Beziehung den enormen psychischen und (auch) finanziellen Belastungen standhält, hoffen auf ein dauerhaft gemeinsames Leben oder auf ein
Wiedersehen. So wie Susanne, die seit 727 Tagen darauf wartet, daß Karamo, ihr Mann und der Vater ihrer Kinder, wieder einreisen darf.

Die privaten Einblicke sind geprägt von Hoffnung, Eingriffen des Staates in das Privatleben, vom Traum der großen Liebe und von ernüchternder Realität. Diese Paare sprengen sprachliche, territoriale und gesellschaftliche Grenzen - in der Hoffnung, dass ihre Beziehung den Kampf mit den Regulierungen des Fremdenrechts übersteht.

Anja Salomonowitz vereint sehr unterschiedliche Facetten zu einem spannenden, sehr berührenden und formal ausdrucksstarken dokumentarischen Mosaik. Ein überzeugendes filmisches Plädoyer für eine grenzen-lose Liebe.

Hergestellt mit Unterstützung von Innovative Film Austria, ORF Film-/Fernsehabkommen, FISA
Filmstandort Austria, Filmfonds Wien, MEDIA, Zukunftsfonds der Republik Österreich

Projektart
Dokumentation
Produktion
Amour Fou Wien
Regie
Anja Salomonowitz
ProduzentInnen
Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck
Produktionsleitung
Karin Berghammer
Drehbuch
Anja Salomonowitz
Kamera
Martin Putz
Ton
Hjalti Bager-Jonathanson
Kostüm
Tanja Hausner
Szenenbild
Maria Gruber
Schnitt
Petra Zöpnek