Vienna Film Commission

Corben

Wien in der nahen Zukunft: nach einem Unfall erwacht der amerikanische Urlauber Phil (25) im Krankenhaus und muss feststellen, dass er einen Arm verloren hat. Aber nicht nur das: weil er in Wirklichkeit ein Android ist (was er selbst gar nicht wusste) und seine Eltern/Besitzer nicht für die Reparaturkosten aufkommen wollen, soll er zerstört werden.
Was bedeutet es ein Mensch zu sein? „Corben“ setzt sich mit der jungen philosophischen Strömung des Transhumanismus auseinander, die der Frage der Grenzen menschlichen Seins im Zeitalter rapider technologischer Veränderungen auf den Grund geht. Eine Frage von großer Aktualität und Brisanz, bei der sich Cyberpunk und Bodyhorror begegnen. Der menschliche Körper wird austauschbar, Ersatzteile und Verbesserungen jederzeit möglich. Überhaupt, Begriffe wie „Mensch“ oder „Android“ sind nur mehr Labels, verknüpft mit Vorurteilen und sozialen Stigmata, aber ohne tatsächliche Unterschiede. Es ist ein Kampf zwischen Arten. Eine transhumanistische Revolution. Verschwimmende Grenzen sind ein immer stärker werdendes Phänomen der Gegenwart: ob politisch, gesellschaftlich, kulturell oder technologisch – alte Begriffe und Ideologien reichen nicht mehr aus, um die Realität abzubilden. Ein schmerzlicher und furchteinflößender Prozess, ein Übergang in eine neue Welt. „Corben“ ist ein ambitioniertes Projekt, das es in dieser Form in Österreich noch nie gab, österreichisch in seiner Seele und international in seinem Publikum. Eine Geschichte der Zukunft geprägt vom Zeitgeist der Gegenwart.

Projektart
Studentenfilm
Regie
Peter Hengl
Produktionsleitung
Lola Basara
Kamera
Gabriel Krajanek