Vienna Film Commission

Aufgetischt im Wiener Sommer (AT)

„Aufgetischt im Wiener Sommer“ macht Urlaub in der Stadt, abseits der üblichen Touristenwege und Sehenswürdigkeiten und zeigt, wo sich die Einheimischen an heißen Sommertagen am wohlsten fühlen.
Längst haben die Wiener die Behauptung ihre Stadt läge nicht am Fluss widerlegt. Sie eroberten in den letzten Jahren ihre urbanen Wasserstraßen und verwandelten sie in Freizeitoasen. Entlang des kleinen Wienflusses, der im Westen bei Auhof in die Stadt fließt, wird gejoggt, geradelt, geskatet und flaniert. Bei der Urania mündet die Wien in den Donaukanal. Zu beiden Seiten des ehemaligen Nebenarms der Donau entwickelte sich eine lebendige und trendige Gastroszene.
Hier liegt auch das Badeschiff, das seinen Namen einem schwimmenden Pool in einem Beiboot verdankt. Seit Sommer 2010 wird die Küche vom Sterne- und Hauben-dekorierten Spitzenkoch Christian Petz geführt. Ihn reizt die Herausforderung in der kleinen offenen Kombüse zu arbeiten: „Ab und zu schwankt es ein bisschen, aber im Prinzip hab ich das ganz gern, wenn sich was tut und wenn man wirklich unter Adrenalin arbeiten muss. Auch diese Offenheit der Küche, dass die Gäste uns sehen, mitkriegen, was sich da tut, das gefällt mir ehrlich gesagt ganz gut.“
Den frischen Waller für seine mediterran angehauchte Küche bekommt er am Fischstand direkt vor dem Landungssteg seines schwimmenden Restaurants - und das Frühstück gibt’s im benachbarten „Motto am Fluss“ oder auch Schiffsstation „Wien City“. Der Twin City Liner lässt die beiden EU-Hauptstädte Wien und Bratislava noch enger zusammenrücken: er fährt von Innenstadt zu Innenstadt.
An jener Stelle, an der die Sonne den Donaukanal am längsten - bis spät abends - in goldenes Licht taucht, verbreitet Haya Molcho auf ihrem „Tel Aviv Beach“ mit israelischer Küche, coolen Cocktails und heißen Rhythmen internationaler DJs Urlaubsstimmung bei ihren Gästen.
Obst und Gemüse für ihre Küche kauft die stolze Weltenbürgerin – die gern Kulturen verbindet - frühmorgens am Großgrünmarkt in Inzersdorf. Hier im Süden der Stadt werden Dreiviertel aller Früchte für Österreich umgeschlagen. Einige der Händler kennt Haya persönlich. „Ich liebe auch hier, mit den Menschen zu reden. Schwierig so früh aufzustehen, aber es ist schon was Schönes”, lacht sie.

Eine ungleich unangenehmere Arbeit wartet derweilen auf Major Ribarski und Oberstleutnant Nowak in der Marina Wien. Die beiden Polizisten der Sonderkommission Donau haben eine Leiche aus dem Wasser gefischt und müssen feststellen, dass es sich bei dem Toten um ein Mordopfer handelt. Klappe, Umbau und das ganze noch einmal aus einem anderen Winkel. Während die „Leiche“ mit einem Sonnenschirm vor der Mittagssonne geschützt wird, erzählt Hauptdarsteller Gregor Seberg seinem Kollegen Stefan Jürgens von den Vorteilen der Dreharbeiten zur Erfolgsserie „Soko Donau“ in der „eigenen“ Stadt: „Obwohl ich jetzt schon lange in Wien lebe, hab ich durch diese Dreharbeiten Teile von Wien kennen gelernt, Erholungsgebiete, die ich vorher nicht gekannt hatte. Dass es so ein vielseitiges Leben am Wasser gibt in Wien, war mir neu.“

Zu diesen Orten führen auch die Sight-Running Touren von Alex Pfeifer. Der Personal Trainer führt seine Kunden, die oft nur kurz zu Besuch in Wien sind, im Laufschritt hinaus ins Grüne oder zeigt ihnen die wichtigsten Attraktionen der Stadt. Dabei passiert er mit seiner kleine Laufgruppe regelmäßig den Ring und gelegentlich das Restaurant „Amarantis“ hinter dem kunsthistorischen Museum.

Früher bei den Wienern bekannt als Nobelrestaurant „Grotta Azzurra“ lassen sich jetzt die Gäste im dezent eleganten Ambiente die Kochkunst eines Petzschülers schmecken. Auf eine bestimmte Kochlinie will sich Thomas Wohlfahrter nicht festlegen: „Ich nehme mir die Freiheit zu kochen, wovon ich glaube, dass das Resultat dann sehr gut ist. Das resultiert auch aus den Lehr- und Wanderjahren her. Ich hab immer versucht, mir das Beste aus den verschiedenen Küchen anzueignen, für mich mitzunehmen, für mich zu adaptieren und dann möglicherweise auch neu zu interpretieren.“, erklärt er und napiert sein Milchlamm zum Wiederholten mal, bevor er es zurück in den Ofen schiebt.
Damit sich das Publikum auf den klaren Geschmack im Hause Amarantis konzentrieren kann, gibt es nur ein Bild im Restaurant. Es wird im Monatsrhythmus ausgetauscht. Für die Dauer der Dreharbeiten zu „Aufgetischt im Wiener Sommer“ fand sich auch ein weiteres Stück Kunst auf den Tischen: die Stehauf-Männchen-Vase „Pinocchio“ des Designers Philipp Bruni. Ein Meisterstück, das im Auftrag und in der Ausführung aus der Porzellanmanufaktur Augarten stammt. Claudia Uth ist hier Mädchen für fast alles. Die „Lady mit Wumms“ aus Thüringen erklärte in den letzten Jahren den Österreichern, welchen Schatz sie in Händen halten. In einer Expertenrunde im Restaurant „Decor“ im Produktions-Schloss der Augartenmanufaktur treffen Starkoch Christian Petz, Porzellan-Chefin Claudia Uth und Designer Thomas Feichtner aufeinander.

Wie zu alle dem die Begriffe „Unterwasser-Rugby“, „Quallenzucht“ und „Haifischeier“ passen, sehen Sie am 15. August um 18.00 Uhr in ORF 2.





Projektart
Dokumentation
Produktion
Satel Film
Link
Regie
Manfred Hoschek
ProduzentInnen
Heinrich Ambrosch
Produktionsleitung
Bettina Kuhn (Producer)
Aufnahmeleitung
Matthias Kindl (2nd Unit)
Kamera
Claus Muhr
Licht
Thomas Schottert
Ton
Robert Neumeyer
Schnitt
Raphaela Ronzoni
Drehstart
05.07.2011
Postproduktion Start
15.08.2011
Fertigstellung
12.08.2011