Vienna Film Commission

30. Branchenstammtisch

 

Florian Glatzl von Austro Control war der Vortragende des 30. Branchenstammtisches mit dem Thema „Filmaufnahmen mit unbemannten Luftfahrzeugen“. Das Wiener Stadtgebiet entspricht der Kategorie „dicht besiedeltes Gebiet“ und obliegt daher speziellen Anforderungen. Oberstes Prinzip bei der Erteilung von Drehgenehmigungen ist die „Sicherheit für alle BürgerInnen“. Die Einteilung der Drohneneinsätze erfolgt über vier Kategorien. Ab Kategorie B muss der Pilot luftfahrtrechtliche Kenntnisse vorweisen können, über einen Pilotenschein oder Prüfungsbescheid von Austro Control verfügen. Genehmigungen werden erteilt, wenn der Einsatz im „öffentlichen Interesse“ liegt. Beurteilt wird dies von Austro Control, in Zweifelsfall trifft die endgültige Entscheidung das BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie). Für die Bewertung des Vorhabens im „öffentlichen Interesse“ gibt es derzeit noch keine klare Definition.

Eine generelle Bewilligung ist für 12 Monate gültig und hat eine Verfahrensdauer von ca. 4 Monaten. Eine Einzelbewilligung ist nur tageweise gültig und hat eine kürzere Verfahrensdauer (ca. 3-4 Wochen). Anträge sollten vollständig eingereicht werden, da sich ein lückenhafter Antrag negativ auf die Wartezeit und auf die Kosten des Bescheids auswirken. Bisher gibt es keine pauschalisierten Preisklassen. Verrechnet wird die Zeit nach Aufwand der Antragsbearbeitung. Entscheidend für die Bewertung eines Bescheids sind die technischen und qualitativen Voraussetzungen der Drohne.

Die Vienna Film Commission wird mit der Austro Control im Gespräch bleiben, insbesondere betreffend die Frage der Definition des „öffentlichen Interesses“.