Vienna Film Commission

33. Branchenstammtisch

Dipl. Ing. Erich Hermann war mit Unterstützung seiner KollegInnen Dipl.Ing. Dirk Neuburg, Luise Gruber und Claudia Schmidt Vortragender des 33. Branchenstammtisches mit dem Thema „Informationen rund um das Drehen auf Brücken, Stiegen und Flächen im Bereich von Objekten der MA 29“. Die MA 29 betreut ca. 1300 Tiefbaukonstruktionen, davon sind ca. 820 Brücken. Die Aufgabenbereiche sind Planung, Bau, Errichtung, Verwaltung und Erhaltung von Brücken, Stiegen, Stützmauern und Sonderobjekten. Autobahnbrücken werden nicht von der MA 29, sondern von der ASFINAG verwaltet.

Für Dreharbeiten gibt es unterschiedlich Genehmigungen. Ähnlich wie bei der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) gibt es für Projekte mit geringem Aufwand auch bei der MA 29 angepasste, allgemeine Bedingungen mit der Definition "Bewilligung im Touristischen Ausmaß“. Das Ansuchen erfolgt über die Vienna Film Commission, die Prüfung und Vertragsabwicklung durch die MA 29. Die „Touristische“ Bewilligung ist folgendermaßen definiert: Es sind keine ortsfesten Einrichtungen erforderlich, maximal 5 Personen am Drehort, für das Bauwerk gibt es keinen Unterschied zur widmungsgemäßen Benützung (öffentlicher Fahrzeug oder Fußgängerverkehr), keine besonderen Maßnahmen durch die MA 29 sind erforderlich. In diesem Fall erfolgt die Vereinbarung mit den allgemeinen Bedingungen der MA 29 für Dreharbeiten. Diese Bewilligung ist kostenfrei, da kein besonderer Aufwand für die MA 29 entsteht. Der Antrag über die Vienna Film Commission sollte mindestens 10 Werktage vor Drehbeginn gestellt werden. Die Bedingungen müssen vom Antragsteller oder der Antragstellerin unterschrieben werden.

Bei aufwändigeren Dreharbeiten mit Anforderungen wie Aufstellen von Kränen, Befahrung von Gehwegen oder Fußgängerbrücken, außergewöhnliche Belastung in der Nähe von Stützmauern und Abbau von Brückenausrüstungen muss eine statische Prüfung erfolgen. Ein Vertrag über die Kostenübernahme und Haftung für Schäden muss unterzeichnet werden. Die Kosten für die Vertragserrichtung, statische Prüfungen und Nachkontrollen werden verrechnet. Wenn statische Nachweise einzuholen sind, wird geraten die Nachweise von fachkundigen SpezialistInnen gemeinsam mit der MA 29 einzuholen bzw. diese zu Rate zu ziehen. Für die Bearbeitungsgebühr zuzüglich allenfalls entstehender Kosten muss mit € 300,- gerechnet werden. Die Berechnung erfolgt nicht nach Drehzeit, sondern nach Aufwand der MA 29 durch Prüfung, Umbau etc. Auch hier muss der Antrag über die Vienna Film Commission mindestens 20 Werktage vor Drehbeginn gestellt werden. Grundsätzlich muss für jede Genehmigung der MA 29 auch eine Bewilligung der MA 46 oder eine Bewilligung im „Touristischen Ausmaß“ von der Vienna Film Commission für die Benutzung der Straße (laut Straßenverkehrsordnung) eingeholt werden. Stiegen von statischer Bedeutung werden ebenso von der MA 29 verwaltet und sind im Brücken GIS unter Mauern zu finden. Eine wesentliche Informationsquelle für die Zuständigkeitsbereiche der MA 29 ist die Brückeninformation Wien (Brücken-GIS).